Ausstellungseröffnung in der Volkshochschule in Wedding

Projektphase Wedding

Ausstellungseröffnung in Wedding

Am 11. April 2014 fand die Ausstellungseröffnung Von Douala nach Berlin in der Volkshochschule in Berlin-Wedding statt. Feierlich eröffnet durch Michael Weiß, Leiter des Amtes für Weiterbildung und Kultur im Bezirk Mitte von Berlin, wurde die Ausstellung außerdem begleitet durch Ansprachen unserer Initiative, des kamerunischen Lehrers Betrand Njombé und der Schülerinnengruppe Kings Code begleitet von ihrer Lehrerin Saraya Gomis.

Hilaire Djoko konnte auf Grund der Ablehnung seines Visumsantrags leider nicht persönlich bei der Ausstellungseröffnung dabei sein, wir hoffen aber, dass er seine Perspektiven und Ziele für dieses Projekt noch auf einer der hoffentlich zahlreichen weiteren Stationen dieser Wanderausstellung vertreten werden kann.

Von Bépanda in den Wedding, so leitete Bétrand Njombé seinen Vortrag ein und vermittelte den Gästen einen Eindruck der Bevölkerungsstruktur- und situation der Menschen in Bépanda. Zusätzlich zu den Bildern und Texten der Jugendlichen bildete sein Vortrag eine sehr interessante Ergänzung, da er eine Einführung in den historischen und soziokulturellen Kontext des Bezirkes gab.  Mit Bépanda in Douala und Wedding in Berlin, treffen zwei Bezirke aufeinander, die im Spiegel öffentlicher Diskurse Ähnlichkeiten aufweisen. So wie Bépanda ist auch der Wedding von hoher Diversität und Migration geprägt. Auch im Wedding besteht ein großes Problem der Jugendarbeitslosigkeit, Kinderarmut und häufig eine Stigmatisierung von Jugendlichen, die in Weddinger Kiezen aufwachsen. Auch wenn die Probleme der kamerunischen und berliner Jugendlichen sicherlich sehr unterschiedliche Ausprägungen und Strukturen aufweisen, so gibt es auch Parallelen zwischen den beiden.

Im Anschluss an die Vorträge hatten die Besucher_innen Zeit sich mit den Texten und Bildern zu beschäftigen und in die Perspektiven der Jugendlichen aus Bépanda einzutauchen, ihre Wünsche, Erfahrungen und Lebensrealitäten kennenzulernen. Der Abend war die erste Station dieser Ausstellung und es hat gezeigt, dass es möglich ist Brücken zu bauen zwischen Lebensrealitäten, die von vielen Menschen im Westen als « Anders » und fremd  wahrgenommen werden und doch viel näher und ähnlicher sind als manch eine/r denkt.